Natur & Naturschutz

Die Schweriner Seen haben für den Arten und Biotopschutz eine hohe Bedeutung (Landschaftsplan Schwerin 1998). Die bestehenden fünf Naturschutzgebiete im Bereich der Schweriner Seen sollen durch ein weiteres (Wickendorfer Moor) zukünftig ergänzt werden.

Die Schutzwürdigkeit des Lebensraumpotentials der Landschaft für rastende und überwinternde Wat- und Wasservögel ist hoch einzuschätzen. Der Schweriner See gehört zu den wichtigsten Brut- und Rastvogelgebieten Mecklenburg-Vorpommerns. Die Ufer des Schweriner See haben eine herausragender Bedeutung für die landschaftsgebundene Erholung.

Das allgemeine Naturschutzziel für viele vergleichbare Gebiete in Deutschland gilt auch für die Schweriner Seen:

Goldene Regeln des Wassersportes

In Zusammenarbeit aller Wassersportverbände wurden die Goldenen Regeln auf Anregung des Bundesverkehrsministeriums für den Bereich der an Bundeswasserstraßen angrenzenden Naturschutzgebiete erarbeitet.

  • Meiden Sie das Einfahren in Röhrichtbestände, Schilfgürtel und in allen sonstigen dicht und unübersichtlich bewachsenen Uferpartien.
  • Meiden Sie darüber hinaus Kies-, Sand- und Schlammbänke (Rast- und Aufenthaltsplatz von Vögeln) sowie Ufergehölze. Meiden Sie auch seichte Gewässer (Laichgebiete), insbesondere solche mit Wasserpflanzen.
  • Halten Sie einen ausreichendn Mindestabstand zum Ufer und Vogelgruppen.
  • Befolgen Sie in Naturschutzgebieten unbedingt die geltenden Vorschriften und beachten Sie die Befahrungsregelungen
  • Nehmen Sie in „Feuchtgebieten internationaler Bedeutung“ bei der Ausübung des Wassersports besondere Rücksicht.
  • Benutzen Sie beim Anlanden die dafür vorgesehenen Plätze oder solche Stellen, an denen sichtbar kein Schaden angerichtet werden kann.
  • Nähern Sie sich auch von Land her nicht Schilfgürteln und der sonstigen dichten Ufervegetation.
  • Beobachten und fotografieren Sie Tiere möglichst nur aus der Ferne.
  • Helfen Sie, das Wasser sauber zu halten. Abfälle gehören nicht ins Wasser. Lassen Sie beim Stilliegen den Motor Ihres Bootes nicht unnötig laufen, um die Umwelt nicht durch Lärm und Abgase zu belasten.
  • Machen Sie sich diese Regeln zu eigen, informieren Sie sich vor Ihren Fahrten über die für Ihr Fahrgebiet geltenden Bestimmungen.

See-Daten auf einen Blick

Schweriner See Ziegelsee Heidensee
Außensee Innensee
Entstehung tertiäre Senke, Weichseleiszeit,
Erosionsrinne Schmelzwasserweg,
Trennung durch Bau des Paulsdamm im Jahr 1842 auf natürlicher Bodenschwelle
Seentyp Rinnensee Rinnensee
Seefläche 35,2 km² 26,4 km² 3 km² 0,24 km²
nach Seefläche beurteilt drittgrößter „reindeutscher“ See
Maximaltiefe 52,4 m 44,6 m 34,4 m 3,9 m
Durchschnittstiefe 9,4 m 13,5 m 10 m 2,2 m
Uferlänge 44.950 m 49.872 m 17.134 m 4.382 m
Einzugsgebiet 85,3 km² 329 km² 240 km² 124 km²
mittlerer Abfluss 2,1 m³/s 2,1 m³/s 0,7 m³/s
Inseln Lieps
(Rethberg)
Kaninchenwerder
Ziegelwerder
Wasserablauf Wallensteingraben
Ostsee
Innensee
Stör
Elde
Elbe
Nordsee
Schweriner See Schweriner See
Wasserzulauf Aubach
Fauler See
Aubach
Pfaffenteich
Ziegelsee
Trophie eu- bis polytroph stark bis schwach eutrophleicht rückläufige Tendenz der Phosphat-
Konzentrationen ab 1995 nach dem Bau einer neuen Kläranlage
meso- bis eutroph polytroph
Quelle: Umweltministerium MV, Seenreferat, 2000